Die Seele verlässt den Körper
Das Verdrängen des Sterbens ist eines der weitreichendsten Defizite in der Kultur der westlichen Welt. Daher müssen wir notgedrungen die Erfahrungen anderer Kulturen einbringen, um uns in dieser finalen Zeit des Lebens zurecht zu finden. Eine imaginative Erfahrung des eigenen Sterbens ist eine gute Voraussetzung, um den notwendigerweise bei jedem Menschen erfolgenden Übergang in ein Leben danach vorausdenken zu können und nicht zu verdrängen.
Ich erinnere mich an einen Kurs mit meinem verehrten Lehrer Gabriel Looser vor etwa 12 Jahren im Romerohaus in Luzern, wo wir uns imaginativ in das eigene Sterben eingelebt haben. Es war eine meiner bewegendsten Begegnungen mit mir selbst, mich mit dem eigenen Sterben vertraut zu machen. Das gehört mit zu den wichtigsten Selbstbegegnungen in einem gereiften Leben und absolute Voraussetzung für eine Spirituelle Sterbebegleitung.
Das Licht ist in Dir
Du stehst vor dem Tore des Todes und schaust in die Leere. Du hast die Mitteilung erhalten, dass Deine Zeit Dir bemessen ist. In Dir ist Angst, Ungewissheit und Chaos. Nein - Nein - Nein, das darf nicht sein, weil es nicht sein kann. Das Ende? Was für ein Ende? Dieses Leben kann doch nicht so einfach zu Ende sein. Das ist ungerecht. Alle Anderen können leben und Du sollst gehen. Warum nur? Wer oder was hilft JETZT?
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Mittwoch, 31. Oktober 2012
Die spirituelle Seite des Todes
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