Das Licht ist in Dir

Du stehst vor dem Tore des Todes und schaust in die Leere. Du hast die Mitteilung erhalten, dass Deine Zeit Dir bemessen ist. In Dir ist Angst, Ungewissheit und Chaos. Nein - Nein - Nein, das darf nicht sein, weil es nicht sein kann. Das Ende? Was für ein Ende? Dieses Leben kann doch nicht so einfach zu Ende sein. Das ist ungerecht. Alle Anderen können leben und Du sollst gehen. Warum nur? Wer oder was hilft JETZT?



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Mittwoch, 15. Juli 2015

Das Licht ist in Dir

Du stehst vor dem Tore des Todes und du weisst, dass du alles, aber auch wirklich alles hier auf Erden zurücklassen wirst. Wer ist jetzt bei dir und wer geht mit dir? 

Jesus Christus ist mit dir, 
weil auch du Gott unseren Schöpfer, 
der uns erschaffen hat, als das Licht in dir trägst


Die Sonne, Symbol der inneren Lichtes
Du hast frühzeitig gelernt und dann auch erfahren, dass das Licht in dir ist und mit dir ist. Das Licht ist die innere Sonne deines Lebens, die Sonne des Lichtes, des Lebens und der Liebe. 
Immer, wenn du die Sonne siehst, siehst du ein Symbol für das innere Licht des Lebens und der Liebe

Das Licht ist in dir, du musst es nur annehmen und seinem Willen folgen, im Bewusstsein, nicht ich, sondern Gott als das Licht in mir, bestimmt alle meine Wege. Niemand ist allein, denn Gott ist mit uns und in uns als das Licht, das uns erleuchtet und uns sagt, dass jeder von uns ein Kind Gottes ist

Sonntag, 1. Juni 2014

Aufwachen im Sarg - Todeskampf

Das Unmögliche geschieht hin undwieder
Was können wir zur Vorbeugung tun?

Als Sterbebegleiter spreche ich des öfteren mit Menschen über das Sterben, was üblicherweise verdrängt wird. Beim ersten Mal, als ich bewusst einem Gespräch meines Vaters mit meiner Mutter zuhörte, ging es um die Umbettung eines Verstorbenen im Nachbarort Wolbeck bei Münster, als dessen Frau starb und vorher den Wunsch geäussert hatte, mit ihrem Mann gemeinsam an einem anderen Platz begraben zu werden. Als der Sarg nach dem Tode der Ehefrau des Verstorbenen geöffnet wurde, war das blanke Entsetzen gross. Der ´Verstorbene` war im Sarg wieder aufgewacht und hatte einen schrecklichen Todeskampf gekämpft. 
Seither hörte ich viele Berichte über Scheintote, die vor und beim Begräbnis wieder aufgewacht sind und mit dem Entsetzen der Angehörigen davongesprungen sind. In einigen Gemeinden werden Totenglöcklein eingebaut, die einem wieder Aufgewachten die Möglichkeit geben, sich bemerkbar zu machen. Oft entscheiden sich Menschen für die Feuerbestattung, um einem Wiederaufwachen zu entgehen. 
Es gibt in den Ländern Mittelamerikas die Luftbestattung. Dabei werden Betonkavernen kassettenartig neben- und über einander errichtet und die Holzsärge sogar noch am Tage des Todes in solch eine Kassette geschoben und verschlossen. Aber auch hier kann sich ein wieder Aufwachender nicht aus eigener Kraft befreien und muss einen elenden Todeskampf durchstehen.


Erst wenn die Leichenstarre (nach etwa 4-6 Stunden) eingetreten ist, kann dies als ein sicheres Zeichen des Todes genommen werden. Nur der Pulstest, der Augentest und der Halsschlagadertest reichen da bei weitem nicht aus. Es muss zusätzlich ein Leichenstarretest durchgeführt werden. Denn erst die eingetretene Leichenstarre ist ein sicheres Zeichen des Todes. Zudem ist daran zu erinnern, dass auch bei Organtransplantationen zwar der Hirntod festgestellt wird, aber der physisch-lebendige Mensch noch weiterlebt. Der Zeitpunkt des Todes ist erst mit dem Leichenstarretest unumkehrbar sicher festgestellt.



Der Leichenstarretest
Jeder von uns muss unbedingt jemanden haben, der diesen Leichenstarretest vornimmt und der geht so:


Sie nehmen nach mindestens 6-8 Stunden nach dem 'festgestellten' Tode einen Arm des Verstorbenen und versuchen, ihn anzuheben. lässt er sich dann noch anheben, ist dieser Mensch nicht tot. Nach weiteren 2-3 Stunden soll dieser Test wiederholt werden. Wird dann wiederum festgestellt, dass die Leichenstarre nicht eingetreten ist, dann ist es sicher, dass der Mensch nicht tot ist und reanimiert werden sollte. Auf keinen Fall darf solch ein scheintoter Mensch beerdigt werden. 
Oft weigern sich die Angehörigen aus den verschiedensten Gründen, solch einen Leichenstarretest vornehmen zu lassen. Bitte denken Sie daran, hier könnte es sich möglicherweise um einen Scheintoten handeln, dem ein schreckliches Schicksal im Grabe erspart werden kann. Bitte zögern Sie nicht, selbst einen solchen sehr einfachen Test vorzunehmen, Sie könnten Leben retten.

Ich gehe davon aus, dass etwa jeder hundertste Mensch scheintot beerdigt wird, in Ländern,wo die Beerdigung am Todestage erfolgt, ist diese Zahl noch wesentlich höher

Montag, 19. Mai 2014

Begleitetes Sterben


Wenn ein Mensch stirbt
so sollte er, neben einer erfahrenen leiblichen medizinischen und schmerzstillenden Begleitung, eine erfahrene Sterbebegleitung zur Seite haben, die ihn hält, nährt und trägt, damit er im Sterben nicht in hilfloser Trauer versinkt, emotional verzagt und das Leben in Angst endet.

Jeder Mensch sollte sich frühzeitig mit den Begleitumständen und den Phasen des Sterbens vertraut machen, damit nicht die gähnende Leere und Schwere des Todes in Trauer und Hoffnungslosigkeit über ihn hereinbricht.

Ziel einer sinnwirkenden Sterbebegleitung ist es, das Sterben als einen lebendigen Prozess zu begreifen, der uns in ein anderes Leben oder als Atheist in ein individuelles Nichts hineinführt.

Es gibt vier Wege des Sterbens, die sich grundlegend von einander unterscheiden. Eine sinnvolle Sterbebegleitung wird den Entscheid des Sterbenden für einen dieser Wege akzeptieren und ihn in edler Mitmenschlichkeit auf dessen Weg durch das Sterben hindurch begleiten.

Unabhängig vom eingeschlagenen Weg des Sterbens, von den individuellen Begleitumständen, von Schmerzen, Leid und Trauer, wird jeder Mensch im Sterben vom erlösenden göttlichen Licht tröstlich empfangen, in wohltuendem kosmisch-lichtvollen Halt eingebettet und liebevoll umsorgt, ehe er seinen individuellen Schicksalsprozess der ausgleichenden Gerechtigkeit als eine Quintessenz des Lebens und Lebensbilanz durchläuft.


An der Schwelle des Todes
blicken die meisten westlichen Menschen voll Trauer zurück und voll Schrecken in eine gähnende dunkle Leere. Dies aber soll und darf nicht sein. Der Blick auf das Leben danach soll von Vertrauen, Sicherheit und Zuversicht geprägt sein. Jeder Schritt im Leben bringt uns näher zu diesem unvermeidlichen Geschehen. Jede Verdrängung dieser letzten Lebensphase gleicht dem Vogel Strauss, der einfach den Kopf in den Sand steckt, um das Unvermeidliche nicht sehen zu müssen. Wer klug ist, zündet sein Licht frühzeitig an, um nicht in Unwissenheit und Leid zu versinken, wenn die Stunde naht.

An der Schwelle des Todes wollen wir zurückblicken können auf unsere Lebensaufgaben und unsere Zeit der Bewährung und Lebensmeisterung. Nur wenn wir uns frühzeitig gut vorbereiten, sind wir auch bereit zu sterben, wenn das diesseitige Leben vergeht.
An der Schwelle des Todes wollen wir aber auch in Zuversicht dem Leben danach entgegenblicken können, denn es ist unvermeidlich.

und sollt´ich geh´n
solange du noch hier....

...so wisse, dass ich weiterlebe,
nur tanz´ich dann zu einer anderen weise
und hinter einem schleier,
der mich dir verbirgt.
sehen wirst du mich nicht,
jedoch hab nur vertrauen.
ich warte auf die zeit, wo wir
gemeinsam neue höhen erklimmen
- einer des anderen wahrhaftig.
Bis dahin leere du den becher deines lebens bis zur neige,
und wenn du mich einst brauchst
lass nur dein herz mich leise rufen
....ich werde da sein.

Verfasser unbekannt



Das Sterben, ein höchst lebendiger Prozess
Wir müssen uns bewusst sein, dass das Sterben nicht ist wie ein Schalter, der einfach ausgeknipst wird und dann ist alles vorbei. Nein, das Sterben ist ein höchst lebendiger, aber oft schmerzhafter Prozess, der nicht durch Weinen, Wehklagen, Plagen und Körpermanipulatonen gestört, sondern liebevoll mit Ritualen begleitet werden soll. Der soeben verstorbene Mensch sieht sich selbst da liegen und weiss noch garnicht, dass er gestorben ist. Er spricht die umstehenden Menschen an und fragt, warum sie da seien, aber sie antworten nicht. Erst wenn die Leichenstarre eingesetzt hat, wird er sich seines Sterbens bewusst.

In den ersten ca. sechs Stunden, nachdem im Menschen zuerst seine Gehirnströme versiegt sind und er danach seinen Atem ausgehaucht hat, löst sich die spirituelle Wesenheit mit ihren Emotionen vom physichen Leibe, doch immer noch mit einer Silberschnur mit dem Körper verbunden. Diese sechs Stunden sind der eigentliche Übergang in das Leben danach, der liebevoll begleitet werden soll.
Nach diesen sechs Stunden setzt die Leichenstarre ein, die bis ca. 72 Stunden (3 Tage) nach dem physischen Tod andauert.
Die Zeit des dreitägigen Aufbahrens ist eine Zeit des Abschieds. Ein Abschied der Angehörigen vom Sterbenden, aber auch eine Zeit des Abschieds des Gestorbenen von den noch Lebenden und eine Zeit des Anschauens all dessen, was der Verstorbene in seinem Leben gedacht, getan, gewollt, versäumt und verschuldet hat. So, wie der Mensch gelebt hat, so erfährt er in dieser Phase seine Seins-Prinzipien, die er im Leben gelebt hat.

Wie gelebt, so gestorben


Das erlösende Licht
Viele Menschen in aller Welt haben bei Nahtoderfahrungen vom erlösenden Licht gesprochen, das sie an der Schwelle des Todes empfangen hat. Wir erfahren dieses Licht noch in der ersten Phase des Todes, wenn die Silberschnur der spirituellen Wesenheit noch mit der sterblichen Energie des atmenden Leibes, dem Bildekräfteleib verbunden ist. In dieser ersten Todesphase läuft auch unser Lebensskript rückwärts ab. 

Wenn aber dieser Lebensskript zu Ende abgespult ist, setzt die zweite Todesphase der emotionalen Aufbereitung zum Leben danach ein, wo uns unsere eigenen Versäumnisse und verpassten Gelegenheiten, Masslosigkeiten und Gier, unsere Verwicklungen und Schulden, unser Leid und alles Übel, das wir anderen und uns selbst zugefügt haben, von aussen leidvoll begegnen. Je mehr wir aber Nächstenliebe, Mitgefühl, Tugend und wirkungsvolle Lebensmeisterung und Spiritualität betrieben haben, umso angenehmer, liebevoller und schöner werden wir diese emotionale Aufbereitung erfahren. Im tibezischen Bardo Tödol sind dies zum einen die schrecklich-bedrohlichen Gottheiten und andererseits die Erhabenen Gottheiten der edlen Mitmenschlichkeit, die dem Verstorbenen begegnen.


Die vier Wege des Sterbens
Jedes von uns hat die Wahl zwischen vier Wegen des Sterbens, die in der Begleitung Sterbender wohl beachtet und eingehalten werden sollen. Selbstverständlich können diese jederzeit geändert werden, dann aber mit aller Konsequenz und ohne Wenn und Aber:

.1 Der Weg der Sakramente und wohlbehüteten Erfahrung kirchlicher Begleitung
.2 Der Weg der Heiligen in himmlischer Bewusstseins-Übertragung
.3 Der Weg der Spirituellen Meister und Gurus
.4 Der Weg der kosmischen Auflösung

.1 Der Weg der kirchlichen Sakramente
Wer sein Leben lang Kirchen aufgesucht und den Pfarrer oder Pastor, den Rabbiner oder Imam als seine kirchliche Leitperson der göttlichen Schrift angenommen und geachtet hat, wird diesen auch in der Stunde des Sterbens zuziehen, um sich die Sakramente der Kirche erteilen zu lassen. Mit dem Segen der Kirche versehen, wird der Sterbende seine sichere Wegleitung erfahren können.

.2 Der Weg der Bewusstseins-Übertragung
Wer im Leben sein Bewusstsein und seine spirituellen Intentionen, sein Vorbild und seine Zuflucht auf einen Gottesbegleiter oder Heiligen ausgerichtet hat, z.B. Jesus Christus, Muttergottes Maria, Buddha Avalokiteshvara, Mohammed, Zarathustra o.a, der wird im Sterben auch von diesem in Vertrauen und Zuversicht, in enger Verbundenheit und sicheren Wegbegleitung gehalten, geschützt und genährt. Der Bardo Tödol bezeichnet diese Begleitung als Bewusstseinsübertragung.
Ich selbst bin eingetreten in das Christusbewusstsein, um Christus im Inneren aufzunehmen. Ich habe meinen sicheren Halt gefunden in Jesus Christus als das innere Licht der Liebe, des Lebens und der inneren Wohnung und Lebensbemeisterung.
Jesus Christus hat uns eingehend im Johannes-Evangelium darauf hingewiesen, das Licht des Lebens und der Liebe im eigenen Inneren beizeiten anzuzünden, damit uns nicht Dunkelheit umgeben möge und wir Kinder Gottes werden. Er hat sich selbst als das Licht der Welt bezeichnet, das der Mensch in sich aufnehmen und bleibend in sich tragen kann.

'Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben'
Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm haben

.3 Der Weg der Spirituellen Meister
Wer im Leben einen irdischen Spirituellen Meister oder Guru der Liebe, der umfassenden Vorbildschaft, des Sendungsbewusstseins, einer spirituellen Lebensgemeinschaft, Stammeszughörigkeit oder der Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung gefunden hat, der ihn hält und durch das leben trägt, der wird auch im Sterben von diesem Meister als sein Vorbild getragen, gehalten, geleitet und begleitet, gleich ob dieser sich dessen bewusst ist oder nicht.
Solche Meister wie z.B. der Dalai Lama, Sai Baba, Maharishi Mahesh Yogi, Osho, Mahatma Gandhi, Mutter Theresa, Marx und Engels o.a. haben durch ihre vorbildliche oder vorbildhaft angenommene Lebensweise eine Anhängerschaft beworben, die sich zu diesen zugehörig fühlen und auch noch nach dessen eigenem Tod in den Herzen ihrer Mitgleider wirken und diese halten und nähren.

.4 Der Weg der kosmischen Auflösung
Wer kein Leben nach dem Leben akzeptieren kann, wer ein spirituelles Leben ablehnt, sich als Atheist ganz auf das materielle irdische Leben konzentriert, für den bedeutet das Sterben ein Ende von allem. Er wird sich am Ende seiner irdischen Tage auf das konzentrieren, was er im Leben geleistet und für das Wohl der Mitmenschen oder auch nur für sich selbst angehäuft oder auch nur angestrebt hat. Er wird in seinen eigenen Werken und in seiner Nachkommenschaft weiterleben und seinen materiellen und emotionalen Reichtum an diese weitergeben, damit diese im Gedenken an den Verstorbenen in der rechten Weise weiterwirken.
Sein eigenes physisches Leben, seine Emotionen und seine Gedanken wird er der irdischen und kosmischen Auflösung von Erde, Wasser, Luft und Feuer übergeben und er wird in das Nichts eingehen und in diesem aufgehen. Als aus dem Chaos unschöpferisch-zufällig und evolutionär-ungewollte Existenz wird sich dieser Mensch im Sterben den Gesetzen der Natur und der Auflösung hingeben. Er wird von seiner Sterbebegleitung in liebevoller Mitmenschlichkeit menschlich, leiblich und emotional umsorgt und in seinen eigenen schöpferischen Werken gehalten und genährt und geht schliesslich in sein eigenes Nichts als dessen Teil und Urgrund ein.

Montag, 1. Oktober 2012

Die 5 Phasen des Annehmens nach Kübler-Ross

Vom Moment an, in dem Menschen von ihrem bevorstehenden Tod Kenntnis nehmen, geschieht der Annehmensprozes nach der Sterbeforscherin Kübler-Ross in 5 Phasen des Nicht-Wahrhaben-Wollens, der Auflehnung, der Hoffnung auf eine Lebensverlängerung, der Trauer und Depression und des Annehmens und der Zustimmung.

Das Wesentliche einer sinnvollen Begleitung ist jetzt das Prinzip 'Hoffnung'. Der Mensch darf sich nicht allein gelassen fühlen und braucht Menschen, die ihn mit Gespräch und Einsicht in Unabänderlichkeiten bestmöglich und verständnisvoll begleiten.

In jeder dieser 5 Sterbephasen besteht Hoffnung. Es ist die Hoffnung auf ein Weiterleben nach dem Sterben, auf ein nicht Alleingelassen-sein im Sterben, auf eine himmlische Führung, auf ein gutes Durchstehen der Sterbesituation und auf ein weitgehend schmerzfreies begleitetes Sterben. Es ist die Aufgabe einer sinnwirkenden Sterbebegleitung, in jeder dieser Phasen die Hoffnung wirken zu lassen.